Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Zukunft auch fur den unwahrſcheinlichen Fall, daß weltliche oder kirchliche Hinderniſſe ſich unuͤberſteiglich zeigen ſollten.

Frangoiſe entfaltete das Papier und las. Eine hohe Roͤthe ſtieg auf ihr Antlitz, und als ſie kaum die Haͤlfte der Schrift durchflogen, ſah ſie davon auf, und rief:

Wer hat die Schrift verfaßt?

Eure beſten Freunde, erwiderte haſtig der Abt, der die ſichtbare Unzufriedenheit der Dame einer Urſache zuſchrieb, welche der wirklichen Urſache ganz entgegengeſetzt war und Ihr mogt ſicher ſein, daß alle moͤglichen Wechſelfaͤlle der irdiſchen Welt und Gunſt darin zu Eurem Vortheile reiflich vorgeſehn und bedacht ſind.

Dann bin ich ſehr zu beklagen, daß meine beſten Freunde ſo unwuͤrdig für mich geſorgt. Aber ich habe Gott ſei Dank einen Freund, der alle uͤberragt: es iſt der Koͤ⸗ nig; zwiſchen ihm und mir bedarf's keines Vertrags uͤber die Sorgen meiner ſonſtigen Freunde, und ich genieße be⸗ reits einer Gunſt ind eines Vortheils, die keines Vertrags bedarf: ich liebe de Koͤnig,

Bei dieſen Worten faßte ſie das Dokument mit beiden Haͤnden, und ehe der Abt, deſſen ſchweres Verſtaͤndniß nicht zeitig genug den Ausgang vorherſah, ihr mit einem Schre⸗ ckensrufe in den Arm fallen konnte, hatte ſie die Schrift zerriſſen.

In dieſem entſcheidenden Augenblicke wurde aber auch alle Aufmerkſamkeit von außen her in Anſpruch genommen: die Glocken der Abtei erklangen mit einem Male alleſammt, und ein volles Trompetengeſchmetter drang durch den Haupteingang der Abtei, einem gewoͤlbten Thore, welches