Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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lag ein Fußteppich, als ob der Erzbiſchof erwartet wuͤrde. Ja hinter den großen Fenſterthuͤren des Kapitelſaales, welche auf die Freitreppe und den Vorderhof gingen, glaubte ſie den Abt ſelbſt in großem Ornate einherſchreiten zu ſehn mit einem weltlich gekleideten Manne, den ſie nicht erkennen konnte hinter dem vorſchreitenden ſtattlichen Leibe des Abtes. Es befiel die alte tapfre Frau eine ihr unge⸗ woͤhnliche Angſt, die Angſt des Alters, die Angſt der Unzu⸗ laͤnglichkeit fuͤr geheimnißvolle Angriffe, welche undeutlich, unkenntlich fuͤr altersſchwache Kraͤfte von allen Seiten auf ſie eindraͤngen; ſie hatte keine klare Vorſtellung von dem was drohte, ſie empfand nur bis in's Innerſte die Drohung, und ſie war zu ſtolz und zu eilig, um bei Nebenperſonen nach den Urſachen ſolcher Vorbereitung zu fragen. Ein Vorgefuͤhl ſagte ihr, als Herrin des Landes werde ſie auf ihrem Schloſſe den officiellen Zuſammenhang erfahren, und als Herrin befehlend daruͤber entſcheiden muͤſſen.

Aber auch Florentin fuͤhlte ſich gedraͤngt und uͤbereilt, und zwar durch die Graͤfin von Foix, von welcher er ſtoͤren⸗ den Einſpruch befuͤrchtete in das, was ſich vorbereitete, ei⸗ nen Einſpruch, den er beſchwichtigen zu koͤnnen hoffte durch perſoͤnliche Ueberredung. Deshalb ſprach er nur mit hal⸗ ben und eiligen Worten zu Francoiſe: daß des Koͤnigs Vollmacht eingetroffen ſei, und daß ſie die kontraktliche Form derſelben ohne beſondere Pruͤfung hinnehmen dürfe, weil er ſelbſt den Inhalt genau vorher erwogen und aus⸗ bedungen habe. Francoiſe verſtand nichts von alle dem, als daß der Koͤnig ſende, und daß die Vollendung ihres Schickſals nahe ſei. Florentin, der ein liebendes Weib am