Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Der Bote kommt aus der Normandie vom Schloſſe des Seneſchal de Brezé, deſſen Tochter mein Fürwort beim Koͤ⸗ nige fuͤr ihren zum Tode verurtheilten Vater in Anſpruch nimmt.

Was haſt Du mit dem Koͤnige zu thun?

Ich habe ihn gebeten, der ungluͤcklichen Tochter das Leben des Vaters zu ſchenken

Was haſt Du mit dem Köͤnige zu thun?

Ich liebe den Koͤnig, und der Koͤnig liebt mich.

Iſt das Deine Beſſerung?

Ich befinde mich wohl.

Du biſt von Sinnen! Die entfernteſte Beruͤhrung mußt Du vermeiden, den Namen nicht mehr ausſprechen, Deinen Namen nicht mehr vor ihm ausſprechen laſſen, wenn Du geneſen willſt!

Ich bin nicht krank, Mutter!

Schweig, Du redeſt und handelſt kindiſch, und es that Noth, daß ich herabſtieg, um für Dich zu handeln. Heute noch kannſt Du in's Schloß hinaufziehn, damit ich ſichrer fuͤr Dich ſorgen kann hat der Bote ſchon Antwort?

Er hat Antwort.

.Eile hinunter, Chimene, und fordre ſie zuruͤck, ich werde Antwort ſchreiben!

Nicht doch, der Brief war an mich, und von mir wird die Antwort erwartet.

Eile Chimene, eh' es zu ſpaͤt wird, Deine Antwort iſt thoͤricht! Es iſt zu antworten, daß die Graͤfin Chateau⸗ briant mit dem Koͤnige von Frankreich nichts zu ſchaffen habe und nichts zu ſchaffen haben wolle