Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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verſoͤhnen, Mutter, und ich danke Dir dafuͤr!

Solche Worte aus dem Selbſtgefuͤhl eines Gluͤcks ent⸗ ſprungen, welches alle Frage und Unterſuchung ſtolz hinter ſich geworfen, waren nur geeignet, die ſanftere Regung der alten Graͤfin auf der Stelle wieder zu vernichten. Indeſſen blieb ſie doch der wohlwollenden Abſicht ihres Beſuches noch ſo weit eingedenk, daß ſie nur erwiderte:Dich verſoͤhnen? Eine Mutter vergiebt, wenn ſie ihr verirrtes Kind beſtraft ſieht.

Was haſt Du mir zu vergeben?

Francoiſe!

Du haſt mich mit liebloſen Worten an den Boden und in ſchwere Krankheit geworfen

Dein Gewiſſen hat Dich dahin geworfen!

Mein Gewiſſen? Ja, es war verwirrt, weil alle Welt ſo heftig und ſo verſchieden in mich hinein ſprach. Jetzt iſt es ruhig; laſſen wir die Vergangenheit abgethan ſein.

Wohl Dir, wenn Dir die Pruͤfung ſo wohl gediehen iſt, ich hoffe, Du wirſt nun auch thatſaͤchlich Dein Leben in's alte Gleis der Ordnung bringen; ich habe einen reitenden Boten unten gehoͤrt, der die Sprache des Nordens redet; ich freue mich, wenn er vom Schloß Chateaubriant kommt,

und Du im Begriff ſteheſt, Verzeihung Deines Gemahls

und Frieden mit ihm zu erhalten.

Er kommt nicht vom Schloſſe Chateaubriant, und ich habe nicht die Verzeihung eines Mannes zu ſuchen, der mich gemißhandelt hat, und den ich nicht liebe Frangoiſe!

hielt ihr die Hand hin, und ſprach: Du willſt Dich mit mir