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nen uns helfen, denn auf Ihr Fuͤrwort allein wird der Ko⸗ nig uns erhoͤren. Mein Vater, Johann von Poitiers, Graf von St. Vallier iſt unſeligerweiſe in den Aufſtand des Con⸗ netable von Bourbon verwickelt worden, und der harte Kanzler Duprat hat ihm ein Todesurtheil ſprechen laſſen. Alle Bitten meines Gemahls, meiner Verwandten und zahlreicher Pairs des Reichs ſind abgeprallt an dem eher⸗ nen Willen des Koͤnigs, er verweigert den Gnadenſpruch, er will meinen Vater hinrichten laſſen, meinen Vater! Denken Sie meine Qual, meine Verzweiflung. Die Her⸗ zogin von Angouléme hat mein Flehen zuruͤckgewieſen, die Herzogin von Alengon hat umſonſt ihren Bruder gebeten, es giebt keinen Menſchen in Frankreich, der uns retten koͤnnte als Sie, denn der König liebt nur Sie. Retten Sie uns, ſolche That der Barmherzigkeit wird Ihre Liebe ſegnen. Diana de Brezeé.“ Und Francoiſe ſchrieb auf der Stelle zwei Zeilen an den Koͤnig, er moͤge einer liebenden Tochter den Vater ſchenken, und ſchrieb dieſer Tochter, ſie moͤge dieſe Zeilen dem Koͤnige uͤberreichen. Eben war ſie damit fertig, und hatte Margot die zuſammen gefalteten Papiere fuͤr den Boten gegeben, als die Thuͤr aufging, und die Graͤfin von Foir mit Chimenen eintrat. Frangoiſe, einen Augenblick
von uͤbler Erinnerung und von dem Gedanken erregt, daß
die Mutter, die harte Urſache ihrer Krankheit, nicht ein einziges Mal zu ihrem Schmerzenslager gekommen ſei, im naͤchſten Augenblicke aber von einem Reſte kindlicher Nei⸗ gung und von dem Strome der Stimmung, welchen der Brief üͤber ſie gebracht, überwaͤltigt, ging ihr entgegen,


