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erwartet: er hatte keinen ausgebildeten Plan, als ihn der Koͤnig nach Fontainebleau rufen ließ und zum erſten Male wieder dringend um die Graͤfin befragte, aber er liebte den Koͤnig, er wollte Frangoiſens Gluͤck, er war noch ziemlich unverdorben und wahr, die Fragen des Koͤnigs ſelbſt riſſen ihn fort, er ſagte die Wahrheit, und wirkte damit um ſo tiefer auf den Koͤnig, je zoͤgernder und unwillkührlicher er ſie ſagte, je mehr er ſelbſt erſchrack vor den lichterloh aus⸗ brechenden Flammen der koͤniglichen Paſſion.
In der Abtei trieben unterdeſſen Francoiſens entſchie⸗ dene Hingebung an ihr Ideal und eine Woche ſpaͤter zwei Ereigniſſe das Verhaͤltniß nach dem naͤmlichen Ziele: ein reitender Bote brachte naͤmlich einerſeits einen Brief an die Graͤfin Chateaubriant, und die alte Graͤfin von Foir andrerſeits folgte zum erſten Male einer uͤberwaͤltigenden mütterlichen Regung, und ſtieg von ihrem Schloſſe hinab
zur Abtei, um ihre Tochter wiederzuſehn.
Es war ein lieblicher Vormittag, die Luft wehte warm von einem leicht bedeckten Himmel, den die durchſchimmernde Sonne jeden Augenblick durchbrechen zu wollen ſchien; vom St. Sauveur herab rauſchten die Waſſer geſchmolzenen Schnees in zahlreichen Kaskaden. Graͤfin Frangoiſe in leichtem weißen Kleide ſaß am offenen Fenſter, und ſah nach
der Wieſe hinab, auf welche einige Rehe herausgetreten
waren, die erſten Grasſpitzen des Früͤhlings aufzuſuchen. Da ward ihr durch Margot ein Brief uͤberreicht. Er lau⸗ tete folgendermaaßen:
„Es iſt eine Bitte der Verzweiflung, Madame, die ſich hiermit an Sie wendet. Sie allein in ganz Frankreich koͤn⸗
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