Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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So ſtanden die Sachen in der Mitte des Monats Maͤrz, und Florentin ſchickte diesmal, denn die Frucht ſchien ihm nun vöolliger Reife nahe, einen Reitenden an Chabot de Brion mit den beſtimmteſten Forderungen und der beſtimm⸗ ten Verſicherung, die Graͤfin Chateaubriant werde jetzt unzweifelhaft dem Koͤnige folgen, wenn er ſie einholen wolle wie ſeine Geliebte und Braut. Letzteres war Florentin von großer Wichtigkeit: es war nicht zu berechnen, wie lange noch Frangoiſe mit dem Aufenthalte in der Abtei ſich be⸗ gnuͤgen werde, ſie fragte taͤglich, ob Koͤnig Franz nicht bald komme, und es waͤre ihm ſehr mißlich geweſen, ſie noch ein⸗ mal gegen ihren Willen zuruͤck zu halten. Doch haͤtte er um keinen Preis geſchehn laſſen moͤgen, was gewiß in Kurzem geſchehn waͤre: daß ſie ſich allein nach Paris begeben haͤtte. Als ſchlauer Handelsmann wußte er, wie ſehr dadurch ihre anſpruchsvolle Stellung erniedrigt worden waͤre.

Um Brion's aufrichtige Vermittelung blieb er unbe⸗ ſorgt: eine ſo einfache romantiſche Neigung war leicht aus⸗ zurechnen in ihren Wendungen. Sie traf zuſammen mit Brion's Hingebung fuͤr den Koͤnig und mit der Hoffnungs⸗ loſigkeit in Betreff Frangoiſens. Florentin war geuͤbt genug, dem jungen Seigneur uͤberzeugend darzuſtellen, daß der Graͤfin Liebe zu Koͤnig Franz uͤber alle Vorſtellung und Schranken gehe, nur in Erfuͤllung dieſer Liebe habe er Ausſicht, die Graͤfin jemals wieder zu ſehn, und nur jen⸗ ſeits der Erfüllung dieſer Liebe habe er Seitens der Graͤfin eine freundliche Beachtung ſeiner eignen Anhaͤnglichkeit zu erwarten.

Chabot de Brion benahm ſich denn auch, wie Florentin