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Obwohl dies Florentin nicht wuͤnſchenswerth ſchien, ſo ver⸗ weigerte er es doch nicht, und fuͤhrte ihn, nachdem Margot über die Thunlichkeit des Eintrittes befragt worden, in das Zimmer, deſſen verhaͤngnißvolles Fenſter jetzt verhuͤllt war, und in deſſen dunkelſtem Winkel jetzt die vor Kurzem noch ſo ſchoͤne Frau durch Röthe und Krampf entſtellt und der Be⸗ ſinnung unmaͤchtig auf dem Bette lag. Chimene ſaß neben ihrem Haupte, Margot, verweinten Antlitzes, ſtand neben dem Lager, und ſah angſtvoll in das Geſicht der nun wirklich herzugerufenen Martha, ob Hoffnung vorhanden und was anzuwenden ſei gegen die hitzige Krankheit.
Brion litt große Pein: die Graͤfin, obwohl die Augen offen haltend, erkannte Niemand, und ſprach nur von Fran⸗ gois, ihrem herrlichen Koͤnige, ihrem geliebten Herrn— traurig ritt er noch ſelbigen Tages gen Paris. Ein wilder Schneeſturm flog durch das Thal der Arriege, als er auf jener Hoͤhe angekommen war, von welcher die Graͤfin und Baptiſte die Schluchten und Berge von Foix betrachtet hatten. Vom St. Sauveur herab rauſchte der Winterſchnee wie ein Leichentuch uͤber das hohe, gethuͤrmte Schloß, uͤber die tiefe Abtei und das dunkle Staͤdtchen.
Baptiſte war bei ihm, und hielt auf dieſer Hoͤhe ſein Roß an, um noch einmal zuruͤckzuſchauen. Der Schnee fiel ſo dicht, daß er bald den forteilenden Seigneur und deſſen Geleite nicht mehr ſah, die winterliche Einſamkeit uͤber⸗ mannte ihn, er wendete ſein Roß zuruͤck, hinab nach Foir, um dort in eine Schmiedewerkſtatt einzutreten, und das Schickſal ſeiner Herrin abzuwarten.


