Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Graͤfin erblickend erachtete theils den Beſuch Martha's hiermit fuͤr erledigt, theils folgte er einer Handbewegung der alten Graͤfin, welche den Schluß der Thuͤr zu befehlen ſchien.

Es folgte eine Pauſe, welche zuerſt von der alten Graͤfin gebrochen wurde, indem dieſe Margot zurief: Geh voraus mit Deiner Begleiterin!— Und dabei deutete ſie auf die innere Eintrittsthuͤr.

Hierbei allein, denn es waren dieſe Worte von dem veraͤchtlichſten und hochmuͤthigſten Ausdrucke des ſteinernen Antlitzes der alten Frau begleitet, ſchwoll der ungluͤcklichen jungen Frau der Zorn einen Augenblick lang das Herz, und ihre Verkleidung außer Acht laſſend, und ſich hoch aufrich⸗ tend ſagte ſte mit ſtarker Stimme: Oeffne, Pfoͤrtner!

Aber dieſer, einigen Zuſammenhang ahnend, und ſich jedenfalls mit der ſogenannten Martha betrogen ſehend, machte keine Anſtalt zum Oeffnen, und nach einer neuen aber kürzeren Pauſe ſprach die Graͤfin von Foix:

Scheint es rathſamer, Madame, Gegenſtaͤnde der Schmach zu verhandeln in Gegenwart von Zeugen und in einer Pfoͤrtnerſtube? Und als Frangoiſe darauf ſchwieg, ſetzte jene hinzu: Gehorche, Margot, und führe uns, woher Du gekommen!

Während ſich dies ereignete, hatte Chabot de Brion— denn er war es ſelbſt, welcher die Rettungsflagge an die Tanne geheftet, und welcher auf die Mauer hinaufgeſtie⸗ gen war, um der Graͤfin Flucht zu bewerkſtelligen— mit erſtaunlicher Geduld geharrt auf den guͤnſtigen Augenblick.