Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Sobald Florentin das Zimmer der Graͤfin verlaſſen hatte, ſchickte Margot die Magd hinweg, und draͤngte Francoiſe, unverzuͤglich das Kleid anzulegen, welches ſie aus dem Pakete zum Vorſchein brachte. Es war das weite haͤrene Gewand einer Laienſchweſter, und waͤhrend Margot es der Graͤfin uͤberwarf, zuhaͤkelte und zuband, erklaͤrte ſie ihr, daß ſie als Laienſchweſter Martha, be⸗ kannt in der Abtei als kundigſte Krankenwaͤrterin, flugs mit ihr die Abtei verlaſſen werde, um wie s heißen ſolle, der erkrankten Frau Graͤfin von Foir Dienſtleiſtung zu bringen. So käme ſie hinaus, und bei der Waldecke an der Arriege warte Baptiſte mit drei Pferden, das dritte iſt fuͤr mich, mein Herzblatt, ſetzte ſie hinzu, denn ich ver⸗ laſſe dich nicht eher wieder, als bis Du wieder gluͤcklich biſt. Fuͤrchte Dich nicht, in zehn Minuten iſt's abge⸗ macht; gieb mir nur noch Dein Reitkleid, damit ich es in dies Tuch ſchlage, denn Du brauchſt es—

Leider verloren ſie einige Minuten Zeit, weil das dunkle Zimmer nur mit der Laterne durchſucht werden konnte, und ſie das Kleid nicht augenblicks fanden. Endlich waren ſie ſo weit, und Frangoiſe, ſchon an der Thur, wollte noch einmal zum Fenſter eilen, um Brion, den ſie noch an der Mauer vermuthete, mit zwei Worten zu un⸗ terrichten. Margot aber hielt ſie feſt, und zog ſie mit den Worten hinaus: der fremde Herr iſt nicht im Geheimniſſe, nur Baptiſte und ich ſind es, willſt Du ihn haben, ſo ge⸗ nuͤgt ein Wort im Staͤdtchen an ſeine Leute, daß er uns zu finden wiſſe. Wir haben die groͤßte Eile, wenn wir nicht die Nacht verlieren wollen, es iſt nahe an zehn Uhr,

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