Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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der Feſthaltung des entarteten Kindes in der Abtei verſichert ſein zu können glaubte, ſie war aber nicht daruͤber gleichguͤl⸗ tig, daß der ohnedies erſchütterte Ruf ihres Kindes durch neue Flucht noch aͤrger betroffen werden koͤnnte. Nicht fuͤr ihre Tochter, ſondern fuͤr den Ruf derſelben war ſie be⸗ ſorgt, und Chimene, ſonſt uͤberaus ſtill und zuruͤckhaltend, hatte es umſonſt verſucht, nachdem Margot die alte Graͤ⸗ fin verlaſſen, ſie hatte es mit ungewoͤhnlicher Lebhaftigkeit umſonſt verſuchz, die alte Dame von einem noch ſo ſpaͤten Hinabſteigen nach der Abtei abzuwenden. Die Lebhaftig⸗ keit Chimenens hatte den Verdacht der alten Graͤfin erhoͤht, ſie hatte gebieteriſch ihren Mantel gefordert, und Chime⸗ nen befohlen ſie zu begleiten.

Guͤnſtiger ſchien es ſich mit dem gefaͤhrlichſten Gegner der Flucht zu geſtalten: Florentin, welcher ſeiner einge⸗ ſchuͤchterten Milchſchweſter wieder eine freundlichere Mei⸗ nung von ſich beibringen wollte, ſtand ab von naͤherer Un⸗ terſuchung des Pakets, und verließ unter einigen guͤtigen Worten das Zimmer. Sein Augenmerk war nur auf eine moͤgliche Flucht durch das Fenſter gerichtet, und er ging alſo unverweilt zum Pfoͤrtner hinab, und ließ den Außen⸗ waͤchter der Abtei, welcher von Stunde zu Stunde in der Nacht die Runde um die Ringmauer zu machen hatte, herbeirufen. Nachdem er ihm eingeſchaͤrft, dieſe Nacht vorzugsweiſe jenes Eckfenſter in Obacht zu neh⸗ men, erinnerte er auch beilaͤufig den Pföͤrtner, ſeines Amtes ſorgfaͤltiger zu wachen, und nicht wieder, wie er gethan, zudringliche Seigneurs geradezu eindringen zu laſſen.