Himmels, und einmal auf die bedenkliche zur Flucht ſo geeig⸗ nete Lage des Zimmers aufmerkſam gemacht, zoͤgerte Flo⸗ rentin wahrſcheinlich keinen Augenblick, den unſichern Gaſt anders zu beherbergen. Der vordere Theil der Abtei, zwei Stockwerke hoch, war ganz zur Verfuͤgung des Abts und der Prieſter, da erſt der zweite viel groͤßere Theil hinter dem erſten Hofe von den Nonnen bewohnt wurde. Die Abtei naͤmlich war von ihrem Urſprunge an einem unpopulaͤr ge⸗ wordenen Heiligen, des Namens Voluſianus, errichtet,
und als ein Sitz fuͤr Maͤnner begruͤndet worden. Die hei⸗
lige Genofeva, deren Kultus moderner, hatte ihn ver⸗ draͤngt, aber aus Ruͤckſicht fuͤr das alte Herkommen war ein kleiner Stock geiſtlicher Herren in dieſem vorderen, aͤl⸗ tern Hauſe an der Spitze der Abtei herrſchend geblieben, welche denn, je weniger ſie fuͤr das eigentliche Kloſter Ge⸗ ſchaͤft und Dienſt zu verrichten hatten, um ſo eifriger den Dingen der Welt im niedrigen und hohen Sinne ihre Auf⸗ merkſamkeit zuwenden konnten. Florentin, die unpaſſende Lage des Zimmers bemerkend, waͤre alſo nicht einen Au⸗ genblick um einen Wechſel verlegen geweſen, und es ſchien auch, als ob ihn bereits ſolch ein Gedanke beſchaͤftige, denn als er an dem offenen Fenſterfluͤgel, den er mit einer Hand faßte, angekommen war, ſah er noch einmal mit einem pruͤfenden Blicke ruͤckwaͤrts, maß das Zimmer mit den Augen von oben bis unten, und verweilte dann mit dieſen Augen, welche der Graͤfin feurig zu leuchten ſchienen, eine lange Weile auf dieſer armen Frau, ehe er den Kopf nach dem Freien zu kehrte, um ihn langſam und vorſichtig hinaus zu ſtrecken. Fuͤrchtete er vielleicht, Frangoiſe koͤnne
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