Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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ſieht, da der Koͤnig, welcher eine Geliebte geſucht hat, ausrufen muß: ich habe eine Koͤnigin gefunden, ziehet hin mit allem Pomp der Herrlichkeit nach den Pyrenaͤen ihr Wuͤrdentraͤger des Throns, und werbt fuͤr mich um die Hand der Graͤfin Frangoiſe, und wartet am Thor der Ge⸗ nofeven⸗Abtei bis der Abt Euch verkuͤndet: der heilige Va⸗ ter in Rom hat ſie entbunden von fruͤherer Verpflichtung, fuͤhret heim zu Koͤnig Frangois die Koͤnigin Frangoiſe! Das Alles haſt Du weiſe bereitet durch bloße Tugend, Francisca, und wollteſt es mit einem Streiche vernichten, bloß weil der Jugendfreund Dich, und weil Du den Ju⸗ gendfreund mißverſtanden einen Augenblick lang? Oder waͤre es nicht vernichtet, wenn Du Dich auf gut Gluͤck einem jungen Seigneur anvertrauteſt, daß er Dich hin⸗ bringe, wohin er wolle, mit Dir beginne was er wolle, und jedenfalls, er ſei noch ſo gutmuͤthig, Deinen Ruf ge⸗

fäͤhrde durch abenteuerliches, aller Deutung ausgeſetztes

Geleit?

Dieſe geradeaus auf ihn zielende Wendung des Ge⸗ ſpraͤches mochte Brion, welcher von ſeinem Wachtpoſten aus Alles anhoͤren mußte, da er das Gerauſch eines Ruͤckzugs nicht wagen konnte, ſie mochte ihn dergeſtalt entruͤſten, daß er eine raſche, im Zimmer hoͤrbare Bewegung machte. Florentin, der eben weiter ſprechen wollte, hielt inne, ſah und horchte nach dem Fenſter, und ging, die unwillkührlich zwiſchen ihn und das Fenſter tretende Fran⸗ Loiſe bei Seite ſchiebend, leiſen Schrittes darauf los. Es ſchien von dieſer Seite fuͤr die Graͤfin Alles verloren zu ſein, denn der Mond glaͤnzte eben in voller Reinheit des