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ihrer Unterredung mit Margot uͤber Befreiung und Flucht. Dies Maͤdchen, unerfahren und beleidigt, konnte kein Geſchick und kein Intereſſe haben, gegen die Graͤfin Foir zu ſchweigen 1 Weh mir! rief Frangoiſß, das Ungluͤck haͤngt ſich an meine Ferſen! Ich bin verloren, wenn ich dies Haus nicht ver⸗ laſſen kann, ich verfalle dem ſchrecklichen Florentin!
Dieſe traurige Ueberzeugung in Betreff Florentin's entſtand daher, daß Frangoiſe die leiſen Schauer ſinnli⸗ cher Erregung, welche ihr Florentin wie eine Schlinge um den Hals geworfen, von Zeit zu Zeit auch in den eben verfloſſenen Scenen zornigen Streites am Arme de Brion's immer wieder empfunden hatte, ja daß ſie ihr der Durch⸗ kaͤlteten ſelbſt jetzt halb wie Schmerz halb wie Verlangen an's Herz traten. Wie der Ruf des Rabens oben im Schloſſe klangen ſie ihr wie Verkuͤndigung des Unter⸗ gangs.
Starr blickte ſie umher in dem leeren hohen Gemache, blickte zuſammenſchauernd nach der offnen Thuͤr, durch welche der Schreckliche eintreten konnte, blickte hoffnungs⸗ los nach den Baͤumen vor dem Fenſter, auf welchen das Rettungszeichen erſcheinen ſollte— Himmel, das weiße Tuch wehte von der naͤchſten Tanne, eine maͤnnliche Ge⸗ ſtalt ſtand auf der Ningmauer! Es wird de Brion ſein, und die Graͤfin, zitternd vor Freude, iſt eben im Begriffe, an's Fenſter zu eilen, da hoͤrt ſie den Kreuzgang herauf raſche Fußtritte. Sie horcht, ob die Fußtritte naͤher kommen, ja! Sie verwuͤnſcht ihre Unbedachtſamkeit, die Thuͤr nicht geſchloſſen zu haben, ſie zoͤgert, ob ſie es noch thun ſolle, denn ſie hoͤrt in dieſem Augenblick Brion's Stimme, welche


