aus der Abtei zu helfen.
Margot, die Gutmuͤthigkeit ſelbſt, war auf der Stelle b
ereit: ſie gelobte Verſchwie⸗ genheit gegen ihren Sohn, und verſprach Herrn Brion mit Rath und That an die Hand zu gehn. Da die Abtei ihr offen ſtand bei Tag und Nacht, und da ſie Francisca liebte wie ihr eigenes Kind, und nicht unterrichtet war, wie ſehr ihr leibliches Kind durch dieſe Flucht beeintraͤch⸗ tigt werden koͤnnte, ſo ſchien ſie allerdings das geeignetſte Hilfsmittel fuͤr dieſen Zweck zu ſein. Sie folgte auch darin der draͤngenden Graͤfin, daß ſie gleich, noch dieſe Nacht an's Werk gehn, und deshalb auf der Stelle Brion nacheilen ſolle; denn ſie nahm die unbeachtete Chimene bei der Hand, und vor ſich hinſprechend, wie das am Kluͤgſten anzufangen ſei, eilte ſie aus dem Zimmer und den Kreuzgang hinab... Es war unterdeſſen voͤllig Nacht geworden, und das Feuer im Kamine war am Verloͤſchen. Draußen ſtuͤrmte der Wind, und jagte die Wolken unter dem Monde ein⸗ her. Die Baͤume des Waldes, hundertjaͤhrige Tannen, knarrten, und einzelne Aeſte ſchlugen unweit des Fenſters, vom Winde getrieben, von Zeit zu Zeit unheimlich an die Mauer. Frangoiſe war, ohne die Thuͤr zu ſchließen, an's Fenſter getreten; fieberhaft beſchaͤftigte ſte nur der Ge⸗ danke an Flucht, und fie wollte ſich zum erſten Male um⸗ ſehn, wie ihr Zimmer nach außen gelegen ſei. Es war ein einfenſtriges Eckzimmer des Vordergebaͤudes der Abtei, und die von der Thuͤr aus linke Seitenwand bildete das Ende der Vorderfront, welche nach Schloß Foir zu blickte, und in deren Mitte der große Eingang mit dem Pfoͤrtner⸗


