Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Zimmers, und als er weit genug von den an der Thuͤr bleibenden Prieſtern entfernt war, um nicht von ihnen ge⸗ hoͤrt zu werden, ſprach er leiſe und haſtig zur Graͤfin: Ich kann Euch nicht ohne Euch Leib und Leben zu gefuͤhrden durch jene Bewaffneten hindurch bringen. Bleibt, gnaͤdige Frau, bis ich Euch ſagen kann: jetzt iſt es Zeit. Sei's mit Liſt, ſei's mit Gewalt, ich befreie Euch aus dieſer Haft. Gelingt es mir nicht, wie ich hoffe, den Abt fuͤg⸗ ſam zu machen—

Der Prieſter tritt zu uns, Brion!

Wenn ein weißes Tuch an einem der Baͤume vor die⸗ ſem Fenſter flattert, dann iſt der Augenblick da—

Als Florentin neben ihm ſtand, ſchwieg er, kuͤßte der Graͤfin die Hand und ging nach der Thuͤr, dem Abte ein Zeichen gebend, daß er von ihm begleitet ſein wolle. Es lag Florentin Alles daran, ihm auch den Abt nicht zu uͤberlaſſen! Wenn Frangoiſe mit den jetzigen Eindruͤcken die Abtei verließ, und zum Koͤnige kehrte, ſo war er nicht nur perſöͤnlich gefaͤhrdet— dies fuͤrchtete er nicht, da er von Francoiſe keine perſönliche Anklage fuͤrchtete— ſondern die Abtei, das Prieſterthum und die Laufbahn, welche er vor ſich hatte, war gefaͤhrdet. Fransoiſe durfte alſo bevor ſich ihr Sinn geaͤndert um keinen Preis aus der Abtei entlaſſen werden. Deshalb verließ er auch das Zimmer augenblicklich, um ſich dem Abte anzuſchließen.

Die Graͤfin in fieberhafte Aufregung verſetzt durch all dieſe Vorfaͤlle vollendete nun durch einen unbedachten Schritt das Unheil ihrer Lage. Sie ſtuͤrzte Margot, der Mutter Florentin's, in die Arme und beſchwor dieſe, ihr