Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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heftiger als zuvor: Gebt Raum, luͤgneriſche Prieſter, oder ich ziehe das Schwert aus der Scheide, und ſichre Euch zu bei meines Namens Schwur, der Koͤnig Franz, in deſſen Namen ich hier handle, ſoll Euch und Eurer Ab⸗ tei dafuͤr einen Denkzettel ſenden fuͤr ewige Zeiten.

Der Abt war außer ſich, daß es zu ſolcher Scene kam, und verſuchte es, beſchwichtigend einzuſchreiten, Floren⸗ tin aber wich keinen Fuß breit, und zum zweiten Male an der Glockenſchnur ziehend, erwiderte er kaltbluͤtig: Koͤnig Franz iſt unterrichtet von dem, was wir thun, noch ehe Euer Roß Euch nach Paris getragen; er kennt uns und vertraut uns, und achtet das Recht der Kirchen⸗Mauern. Sagt ihm, wir ſeien ſeiner Worte gewaͤrtig, und hielten es nicht fuͤr paſſend, eine um mangelnden Schutzes willen fluͤchtige Dame dem erſten jungen Edelmanne anzuver⸗ trauen, der ohne nachweisbaren hoͤhern Auftrag ſie ohne Weiteres von uns in Anſpruch nehme. Begeht nicht unnütz Frevel, Seigneur, dadurch daß Ihr Euer Schwert in Gottes Hauſe aus der Scheide zieht, die Thuͤr iſt offen fuͤr Euch, und wenn Ihr hinausblicken wollt, ſo werdet Ihr entdecken, daß Kreuzgaͤnge und Pforten beſetzt ſind von unſern ruͤſtigen Kloſterknechten, um Niemand paſſiren zu laſſen, als den, welchem wir die Thuͤre weiſen.

Bei dieſen Worten offnete Florentin die Thuͤr, und man ſah, daß er wahr geſprochen, und daß der Kreuz⸗ gang, welcher den einzigen Weg zu dieſem Zimmer bil⸗ dete, durch bewaffnete Leute verſperrt war. Es entſtand eine peinliche Pauſe. Dann wendete ſich Brion ploͤtzlich, die Graͤfin feſt am Arme fuͤhrend, nach dem Innern des