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die heilige Jungfrau ſegnen moge, iſt kein Gefaͤngniß, ſon⸗ dern fuͤr bedraͤngte Frauen eine Zufluchtsſtaͤtte!
Doch nur fuͤr ſolche, die ſie in Anſpruch nehmen, ent⸗ gegnete die Graͤfin, und zu denen gehoͤre ich nicht.
Alſo gebt Raum, fromme Vaͤter, ſetzte Brion hinzu, und that mit der Graͤfin einen Schritt gegen die Thuͤr. Florentin hatte die kurze Erwiderung der Graͤfin benutzt, um dem Abte zuzufluͤſtern: es iſt Alles fuͤr uns verloren, wenn ſie jetzt das Haus verlaͤßt, unterſtuͤtzt mich und beſtaͤ⸗ tigt Alles, was ich anordne! und nach dieſen Worten ſtreckte er ihnen den Arm entgegen und rief: Entfernt Euch von dieſer Dame, Seigneur, wer Ihr auch ſeid. Sie iſt uns anvertraut, damit ſie geſchuͤtzt ſei gegen die Zudringlichkeit jeglichen Mannes!
Wer hat mich Euch anvertraut, luͤgneriſcher Mann? rief die Graͤfin, welche jetzt in der Entruͤſtung Staͤrke fand.
Eure Mutter die Frau Graͤfin von Foir! Dieſe Er⸗ widerung beſchaͤmte die Graͤfin und machte ſie ſtumm, ver⸗ anlaßte aber Brion zu der heftigen Aeußerung: Was hat die Graͤfin Foir zu gebieten uͤber die Graͤfin Chateaubriant? Iſt es nicht genug, daß ſie uͤber ihr Kind einmal beſtimmt hat ohne Ruͤckſicht auf das Gluͤck deſſelben? Ihr Mutter⸗ recht iſt dahin, und dieſe Dame iſt ſelbſtaͤndig!
Dieſe Dame heißt Graͤfin Chateaubriant, und ihr Herr iſt der Graf, deſſen Namen ſie fuͤhrt. Und er gebietet, daß ſie in dieſer Abtei bleibe, bis er ſie abfordere.
Die Graͤfin fuhr zuſammen bei dieſer Aeußerung Flo⸗ rentin's, und ein ſchmerzlicher Ruf drang aus ihrer Bruſt. Brion aber druͤckte ihren Arm feſt an den ſeinigen, und rief


