Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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die Vollkommenheit einer menſchlichen Erfindung glaubt. Ich gehoͤre nicht zu den in ſo gluͤcklicher Taͤuſchung Befan⸗ genen, ich kenne nichts Erdachtes, das nicht auch ſeinen Tod in ſich truͤge, ich arbeite nur fuͤr eine perſoͤnliche Welt, denn deren Ausdehnung allein iſt unberechenbar—

Stirbt nicht die Perſönlichkeit auch, und ſicherer und fruͤher als die Form?

Sie ſtirbt, denn ich ſterbe, aber meine Praͤtenſion ſtirbt mit mir, und ſo iſt mir der Tod eine Garantie gegen die Taͤuſchung.

Und wenn Deine Perſoͤnlichkeit verdirbt?

Sind ihr die Arme des Todes nicht jede Stunde offen?

Du biſt ſchrecklich.

Schrecklicher iſt die Tyrannei der Form!

Aber außer der Form iſt die Barbarei!

Du mißverſtehſt mich: ich geſtatte, ja ich fordre ſie ſuͤr Jeden, der kein ſelbſtaͤndiges Beduͤrfniß hat, und ich bewege mich ſtreng in der beſtehenden; ich finde einen ſchoͤnſten Le⸗ bensreiz darin, aus ihr zu machen, was mir gefaͤllt, und ich finde die herrſchende kirchliche Form, die geiſtreiche Erfin⸗ dung eines Jahrtauſends, unendlich intereſſanter als den kahlen Verſuch der Neuerer. Auch Du haſt nicht vor ihr zu erſchrecken: ſie geſtattet dem Menſchen die Freuden der Welt, ſie verlangt nur, daß er ſich dafuͤr abfinde durch Bekenntniß und Buße. Und Du, arme Francisca, übertreibſt, Du be⸗ kennſt und buͤßeſt noch bevor Du genoſſen, Du ſorgſt wie ein üͤbermaͤßig guter Wirth fuͤr ein Kapital an Buße, von deſſen Rente Du ein ganzes Leben unbeſorgt zehren kannſt in Wohl⸗ behagen. Denn Du wirſt mir nicht vorreden wollen, daß