Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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gedankenloſe Weſen wollen ſie behandelt ſein, und das ſind ſie auch nicht, wie beherrſchten wir ſte ſonſt durch Gedanken⸗ folge! Gedanken haben ſie ſo viel als wir, aber jagt ihnen dieſe Gedanken durch einander wie eine Schaar wilder Pferde, und dann zeigt ihnen, daß ihr ſie fangen und feſſeln koͤnnt, die ungeſtuͤmen; dies iſt ihnen gegenuͤber der Cha⸗ rakter, dem ſie ſich beugen.

Francisca, hob er an in dem halb ſpaniſchen Patois je⸗ ner Gegend, welches die Graͤfin ſeit ihrer Verheirathung nicht wieder gehoͤrt hatte, Francisca, liebſt Du den Koͤnig Franz?

Florentin! ſchrie die Graͤfin auf, un Seſſel in die Hoͤhe, als ob ſie ein haͤtte.

Du bejahſt meine Frage ſtaͤrker, als mit Worten, ſprich nicht, erwidre nichts, es waͤre Umſchweif, verweile ruhig auf Deinem Sitze, und ſieh mir in's Auge! Furchtſames Kind, wie Deine Hand zittert, und Dein Herz klopft. Ich hatte geglaubt, Du ſeiſt ein ſtarkes Weib geworden, und es handelte ſich bei Dir um ein mannigfach durchkreuztes Ge⸗ wiſſen, darum trat ich Dich an mit greller Rede und grellem

Bilde, vergieb mir, Francisca, ich ſehe, daß ich Dich unnuͤtz gepeinigt habe, Du biſt ja noch das unerfahrene Maͤdchen, das mit dem rohen Grafen von uns ging vor fuͤnf Jahren. Arme Francisca, Du leideſt Pein fuͤr eingebildete Suͤnden, Deine Seele iſt uͤberreizt durch eine brutale Ehe, welche nicht vermoͤgend geweſen iſt, Deine Seele zu naͤhren, und nicht vermoͤgend, Deine Seele zu erniedrigen. So iſt die Welt verworren! Sie mißt Alles mit gleichem Maaßſtabe,

nd flog von ihrem Schuß in's Herz getroffen