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mußteſt? Du brauchſt Sammlung, und es iſt ein gutes Zei⸗ chen, daß Du Dich bis zum Beduͤrfniſſe dieſer Sammlung haſt verſtören laſſen, denn Du biſt verſtoͤrt worden, weil Du nicht in wuͤſter Gedankenloſigkeit beherrſcht ſein wollteſt, und doch auch im Tumult eines neuen Lebenskreiſes nicht die Ruhe und die Macht in Dir fandeſt, zu herrſchen. Du biſt zum Groͤßten beſtimmt: Du willſt Macht und Ruhe zu⸗ gleich, und Du taͤnſcheſt Dich nur einen Augenblick uͤber dieſe Ruhe, und verwechſelſt ſie mit der Lebloſigkeit. Wenn Du Dich einen Winter und einen Sommer in der Einſam⸗ keit unſrer Thaͤler geſammelt haben wirſt, dann wirſt Du mit weitblickenden ſicheren Augen die Herrlichkeiten von Blois wiederſehn, wirſt die Angouléme und Alengon uͤber⸗ ſehn, und wirſt verſtehn zu genießen, indem Du herrſcheſt, zu herrſchen, indem Du genießeſt und zu ſchaffen im Herr⸗ ſchen und Genießen.
O eile, eile, Chabot de Brion! Frangoiſe iſt geiſtvoll genug, um in die Gefahr ſolcher Wendung einzugehn, und ſie iſt gerade jetzt aufgeregt genug, um der Gefahr zu erlie⸗ gen. Errette ſie heut von dieſem Florentin, vielleicht iſt er ihr morgen ſchon nicht mehr gefaͤhrlich, wenn ſie ſich gefaßt und durch Deine Naͤhe, dies Zeichen ſchoͤner und ſtarker Theilnahme, geſtaͤrkt hat.
Leider war dies ungemein ſchwer. Nicht weil der Abt, dem Anſcheine nach ein gutmuthiger Mann, der ſtrengen Meinung geweſen waͤre, jeglichen Edelmann von der ſchoͤ⸗ nen Graͤfin entfernt zu halten, ſondern nur weil der Abt noch nicht wußte, welcher Meinung er ſein ſollte. Die An⸗ kunft der Graͤfin in Foix, mit einiger Wahrſcheinlichkeit,


