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dung beider Schloßtheile bildete. Maurer und Steinmetzen waren in großer Anzahl daran beſchaͤftigt, und es gab auf dem Hofe, deſſen Mittagsſeite frei auf die Stadt, und deſſen weſtliche Seite frei auf den Strom unterhalb der Stadt hinabſah, ein klapperndes Geraͤuſch der Handwerker. Die⸗ ſes einen Triangel bildende Schloß war um die Zeit, welche wir vergegenwaͤrtigen, mit den Leuten des koͤniglichen Hof⸗ lagers angefuͤllt. In dem aͤlteren öͤſtlichen Fluͤgel wohnte Margaretha, die Schweſter des Koͤnigs, welche gegen ihre Neigung mit dem unbedeutenden Herzoge von Alengon ver⸗ maͤhlt war; in dem noͤrdlichen neuen Fluͤgel aber wohnte der Koͤnig und deſſen Mutter Louiſe, die ſtatt ihres Ge⸗ burtsnamens den einer Herzogin von Angoulème fuͤhrte. Der Luxus begann damals erſt in Frankreich, und man noch nicht ſo verwoͤhnt, um das Geraͤuſch der am Dache »an dem Thurme arbeitenden Handwerker allzu be⸗ werlich zu finden. Ja, die Herzogin Louiſe trat zu wie⸗ cholten Malen auf den Korridor heraus, und blickte auf
n laͤrmenden Hof hinab, als ob ſie beſonderen Antheil den Bauleuten naͤhme. Das war es indeſſen nicht, was aus dem Zimmer trieb, ſondern ſie erwartete Jemand, d wie es ſchien mit großer Ungeduld, denn ſie war auch ihrem Zimmer ſehr unruhig. Die Ausſicht, welche das oße Fenſter dieſes Zimmers bot, bildete einen Gegenſatz dieſer Unruhe. Das Plateau des Schloßplatzes zieht ſich tter dem Schloſſe noch einige hundert Schritt in den Ufer⸗ eg hinein, und hatte gegen die zerſtreuende Ausſicht und sGetreibe auf der Vorderſeite etwas traulich Heimliches.
n Raſenplatz mit alten Nußbaͤumen zog ſich bis zu dem


