Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Sind denn unterbrach ihn Bonnivet die Seig⸗ neurs in der Bretagne zu den Wuͤnſchen und Anſichten der gemeinen Leute herabgeſtiegen, daß ein ſolcher Beiname ihnen beſſer gefuͤllt, als der Beiname desritterlichen Koͤ⸗ nigs, wie er unſerm Koͤnige Franz aus allen Enden Eu⸗ ropa's entgegenfliegt? Bei was ſchwoͤrt unſer Koͤnig und Herr? Bei Edelmanns Treu und Glauben! Foi de gen- tilhomme! iſt ſeine hoͤchſte Betheurung! Und dafuͤr ſollte ihm nicht der Adel des Landes dankbar und ergeben ſein? Jetzt beſonders, da die gemeinen Leute ſich aller Orten und Enden breit zu machen anfangen?

Wie ſieht jenes Hofleben, fuhr der Graf fort, als ob Bonnivet gar nicht geſprochen,im Innern aus? Derge⸗ ſtalt, daß jeder auf Zucht und Sitte haltende Seigneur Weib und Tochter davor ſchuͤtzen muß wie vor Unrath und Verderbniß. Oder iſt des Koͤnigs Mutter, die luſtige Louiſe, jene Savoyardin, die gegen unſern Wunſch zur Herzogin von Angouléme erhoben worden, iſt jene Dame, welche den Staat hinter des Koͤnigs Ruͤcken zu Grunde richtet, iſt ſie etwa eine Heilige mit ihrem Schweif von Ehrenfraͤuleins? Freudenfraͤuleins wuͤrden ſie wahrhaftig paſſender ge⸗ nannt!

Nun in der That, rief Bonnivet lachend, es wird den Pariſern ſchwer werden, den noch vor fuͤnf Jahren ſo luſtigen Grafen Chateaubriant wieder zu erkennen! Ihr

geltet im Hötel des Tournelles noch fuͤr einen der Seig⸗

neurs vom heiterſten Grundſatze, und man wird Euch dort uͤber die Maaßen veraͤndert finden