Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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der deutſchen Ketzeer fragte, aber ſie fragte darnach, und horchte geſpannt auf Bude's Erklaͤrung, und ſchien nicht abgeneigt, der Oppoſition gegen die Lehre vom Ablaß beizutreten.Wenn ich den Meinigen untreu wuͤrde, ſagte ſie naiv, als ob es das zunaͤchſt liegende Beiſpiel waͤre,wer anders koͤnnte mich entſuͤndigen, als ich ſelbſt! Giebt es nicht Dinge, die kein Menſch vergeben, und die nur der ſchuldige Thaͤter in ſich ſelbſt erledigen kann? Bei dieſen Worten erhoͤhete ſich die feine Roͤthe, welche ihrem Antlitze eigen war, und welche der uͤberaus reinen und zarten Haut deſſelben jene Anziehungskraft der matten, ſogenannt ſchmachtenden Farben gab. Denn dies leichte Roth ſchimmerte nicht auf dem blendenden Weiß, wie es die bleichende Luft des Nordens den Frauen verleiht, ſondern auf einem dunkleren Tone der Hautfarbe. Was an durchſichtiger Lichtheit dadurch für uns verloren zu gehen ſcheint, das wird dem geuͤbten Auge hierbei durch Kraft des Tones erſetzt, ja uͤbertroffen, beſonders da dieſe junge Graͤfin in Form und Bewegung alle Fuͤlle und Lieb⸗ lichkeit der Jungfrau und jungen Frau noch in ſich ver⸗ einigte. Nacken, Schultern und Arme waren voll, und doch nur voll in laͤnglich geſchweiften Linien, wie ſie der jungfraͤulichen Schoͤnheit, nicht in runden Umriſſen, wie

ſie der reiferen Frauen⸗ Schoͤnheit eigen ſind. Nur Hals

und Oberbruſt la gorge, worauf die ſonſt nicht eben ſchoͤnen Franzoͤſinnen ſo ſtolz ſind verriethen in Kraft und Fülle das ausgebildete ſuͤdliche Weib, deren hohe Geſtalt von kraͤftigen Huͤften getragen wurde. All dieſe Vermittelung zwiſchen Jungfrau und Frau zeigte ſich