Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Spiel machen, und der Anblick der jungen Graͤfin ſchien

ihm dies zu erleichtern. Sie war eine nicht blendende,

aber ſehr anziehende Erſcheinung in dunkelm Gewande auf weißem Roſſe. Ihr Antlitz, obwohl es nicht bluͤhend und friſch und nur leicht geroͤthet war von der Bewegung in freier Luft, zeugte von Jugend und hatte jene weichen verſchwimmenden Zuͤge, welchen noch keinerlei Erfahrung Schaͤrfe aufgepraͤgt hat. Dennoch ſchwebte um die brau. nen Augen und um die feſt geſchloſſenen Lippen ein Schat. ten von Melancholie, welchen man fuͤr Anlage zu Schwaͤr merei gehalten haͤtte, waͤre er nicht jeweilig von einem raſchen Eintreten geiſtiger Geſpanntheit, pruͤfender Schaͤrfe verjagt worden. Er zeigte ſich in dem Augenblicke, da der Graf ihr Bonnivet vorſtellte, und ſchien zu fragen: wan es nicht etwa Deine Abſicht, bleicher Gemahl, mir die Bekanntſchaft dieſes ſchoͤnen Mannes und den Eindruch deſſelben zu verleiden, dadurch daß Du ihn zerzauſ't und erniedrigt von Diener⸗Faͤuſten zum erſten Male vor mir erſcheinen ließeſte 1 Bonnivet dagegen vergaß bei ihrem Anblick fuͤr die naͤchſte Weile ſeinen Groll, und gab ſich raſch den Aeuße rungen einer befliſſenen Galanterie hin, wie ſie damal durch Koͤnig Franz unter den hoͤheren Staͤnden in Frank reich Mode wurde. Die Graͤfin nahm ſie zuruͤckhaltend und vornehm, aber mit Freundlichkeit auf; unter den rauhen Seigneurs der Bretagne, in deren Mitte ſie ſchon fuͤn Jahre lebte, war ſie an ſolchen Stil des Umgangs, wel⸗ cher fuͤr jede Frau gefäͤllig iſt, nicht gewoͤhnt worden, und in ihrer Heimath, dem Pyrenaͤenlaͤndchen Foir, war er ihr