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Male, er ſtuͤrzte auf den Ruͤcken, die unglüͤcklichſte Art des Falls, welche ihm begegnen konnte, und das grimmige Thier trat ſogleich auf ihn und ſchlug ihn mit jenen ent⸗ ſetzlichen Zaͤhnen, welche der Jaͤger Gewehr und Waffen nennt, und welche uͤberaus gefaͤhrlich verwunden. Obwohl dies Alles im Laufe einer halbe Minute vorgegangen war, ſo hatte dieſe kurze Zeit doch hingereicht, die verfolgenden Hunde heran zu laſſen, und zwei große Saupacker von ſchmutzig gelber Farbe ſtuͤrzten ſich ploͤtzlich mit voller Wucht und von beiden Seiten auf den Kopf des Ebers, ihre ſcharfen Faͤnge an den Gehoͤren des Thieres tief einſchlagend. Der Eber ſtieß einen grunzenden Ton aus, der furchtbar klang, da er Schmerz und Wuth zugleich bezeichnete. Der Schmerz ſchien ſo groß zu ſein, und die Hunde ſchienen ſo feſt zu halten, daß das Schwein mit erhobenem Kopfe bewegungslos ſtehen blieb, nur mitunter klappte es ohnmaͤchtigen Grimmes Ober⸗ und Unterkiefer auf einander, gleichſam ein Zeichen, daß der Grimm in ihm noch Herr werden koͤnne uͤber den Schmerz. Neue Hunde kamen an, und griffen es feſt an den Hinterlaͤufen, ſo daß es nach dem Jagdausdruck vollkommen gedeckt war, ein Krieger, der in voller Kraft und Waffenruͤſtung ohn⸗ maͤchtig erſchien.
Der juͤngere Reiter arbeitete ſich nun hervor, und ſtand bald, wenn auch uͤbel zugerichtet, auf den Beinen. Sein Wams war zerſchlitzt, ſein Angeſicht mit Koth und Blut beſprengt, ſein Muth aber ſchien ungebrochen, denn nach⸗ dem er ſich mit einem Ausdrucke von Genugthuung das gefeſſelte Thier betrachtet hatte, raffte er das Schwert
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