271 SE⸗
„Wo— wer— was war Ihr Geſellſchafter?“ fragte er heftig.
Die Fürſtin ſchwieg; ſie ſah den Bli ſeines Auges und fürchtete den darauf folgenden Donner.
„Sie zögern? Wen ſah ich dieſen Augenblick Ihre Hand vertraulich in der ſeinigen haltend?“
„Es war mein Bruder,“ verſetzte Ella mit ſchwacher Stimme, aber nicht ohne Aufregung, denn ſie fühlte, daß das Schickſal Anderer in ihrer Ant⸗ wort betheiligt ſey.
„So niedrig, ſo verworfen! ſogar noch lügen!“ murmelte Corſini heiſer vor Aufregung, während er vorwärts ſtürmte, ohne auf die ſanfte, bittende
Stimme zu hören, die ihn um Aufmerkſamkeit bat.
Von ſeiner Leidenſchaft getrieben, ſuchte und ver⸗ folgte er wieder den Gegenſtand ſeiner Feindſchaft. Wieder folgte er dem grauen Domino von Zimmer zu Zimmer, gefolgt von dem raſtloſen Dämon der Eiſerſucht, während der Andere, augenſcheinlich ganz mit einem wichtigen Gegenſtand beſchäftigt, eilig vorwärts ſchritt, ohne auch nur einen Blick zurück⸗ zuwerfen. So durcheilten ſie die Zimmer, die lange Gallerie, die Vorhallen. Allmählig wurde der Raum zwiſchen Beiden kleiner. Der Fürſt beſchleunigte ſeine Schritte, er ſuchte ſeinen Feind zu überholen; aber die Geſtalt ſchritt raſch voraus. Man hatte


