Teil eines Werkes 
3. Band (1839)
Entstehung
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Albert, indem er auf den Boden deutete, auf wel⸗ chem ſie ſtanden, der mit unleſerlichen Inſchriften bedeckt war. Ein Strom ſchwachen Mondlichtes fiel auf die Marmorzüge des Bildes einer Weinenden, das neben ihnen ſtand. Roſenthals Geſicht wurde beinahe eben ſo bleich, als er ſtarr darauf hinſah. Seine zitternde Begleiterin wich einen Schritt zurück und zögerte.

„Fürchten Sie ſich in Gegenwart dieſer Aſche? Halten Sie an; ich kam nicht hieher, um die Le⸗ bende zu ſuchen.“

Sie ſtand unbeweglich.

„Könnten die Todten aus ihren glänzenden Re⸗ gionen herabſchauen,“ fuhr er fort,„könnten ſie die Qual Derer anſehen, die ſie kämpfend in der Wildniß des Lebens zurückgelaſſen haben. O Mutter! Jahre ſind dahin gerollt, aber ich habe das bittende Auge, den liebevollen Kuß nicht vergeſſen, mit welchem ein jugendlicher Sprößling dem verwittweten Gatten an⸗ vertraut wurde.“

„Die Hülle meines Vaters wird durch kein Grabmal geehrt; nur das grüne Gras blüht über ſeinem Grabe, und vergängliche Blumen ſind das einzige Denkmal, mit welchem unſere Liebe ſeinem Andenken zu Hülfe kam; aber er war uns nicht