Teil eines Werkes 
3. Band (1839)
Entstehung
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nung eines Uebels verfolgte ſie, von der ſie ſich nur

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„Konſtanze wird um ihretwillen und doppelt um Deinetwillen willkommen ſeyn. Mein Haus, meine Arme, mein Herz— Alles iſt für ſie offen.“

„Dies iſt mehr, als meine glühendſten Hoff⸗ nungen wünſchen konnten,“ ſprach Lindenberg feurig, während er ſeine Schweſter an ſeinen Buſen drückte; und bald darauf verließ er ſie.

Unter unbeſtimmten Beſorgniſſen und großer Unruhe über die Zukunft, war Ella weit entfernt, die Erwartungen zu theilen, denen ſich ihr Bruder ſo lebhaft hingab. Auch konnte ſie ihren Geiſt nicht ganz frei machen von einer gewiſſen abergläubiſchen Furcht, als ſie des unheilvollen Einfluſſes gedachte, den die Familie Roſenthal bisher auf ihr eigenes Schickſal geübt hatte. Es war ihr, als wären die tiefen, bitteren Quellen des Kummers noch nicht ganz verſiegt; und jener Schmerz, der eine Zeit lang verſchwunden war, hing wie ein Leichentuch über ihr. Von Natur der Verſtellung abgeneigt, ſah ſie in dem kalten, beinahe abſtoßenden Aeußern ihres Gatten Vorwurf und Verdammung. Sie wurde von einer ſchmerzlichen Empfindung niedergedrückt. Die Zeit des Vertrauens war verſchwunden, um niemals wiederzukehren. Es war nutzlos für ſie geweſen.

So ſchlich der Tag langſam vorüber. Die Ah⸗