Teil eines Werkes 
3. Band (1839)
Entstehung
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„Ja, mein Gatte wünſcht, daß ich bei dieſer Gelegenheit erſcheine.

„Konſtanze wird dort ſeyn. Der Landgraf, ihr Vater und ihre Stiefmutter mit Albert werden eine ſchreckliche Begleitung ausmachen.“

Lindenberg lächelte bei dieſen Worten mit einem ſeltſamem Ausdrucke.

„Jedoch ſie wird allen dieſen entriſſen werden! Iſt nicht dies der Gedanke, der jetzt dieſe trium⸗ phirende Röthe in Deine Wangen treibt und Deine Augen in glänzender Erwartung leuchten macht?“ fragte Ella.

„Nein, ich werde Dir nichts mehr anvertrauen,“ antwortete er heiter.„Ich muß mich zuvor gründ⸗ licher von Deiner Tauglichkeit überzeugen, die Be⸗ wahrerin meines Geheimniſſes zu werden. Ella, kann ich mich ganz auf Deine Verſchwiegenheit ver⸗ laſſen?“

„Da mein Rath nutzlos iſt, ſo wünſche ich nicht tiefer in Deine Entwürfe einzudringen. Aber wenn der Eifer einer Schweſter Dir dienen, wenn die Zärtlichkeit meiner Neigung Dir Schutz oder Troſt bieten kann, ſo erinnere Dich, daß Du Dich an mich nie vergebens wenden kannſt.“

„Theure, edle, herrliche Ella ¹“ rief Leopold

warm.„Ich bitte Dich, meine Gattin aufzunehmen.“