Teil eines Werkes 
3. Band (1839)
Entstehung
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vernichten können, wozu ich durch die Vermittlung meiner Gattin ein Verſprechen erhalten habe.

Ich wünſche Sie nicht von der hohen Stellung am Hofe herabzuſtürzen, die Sie zu erreichen hoffen. Ich wünſche nur Freiheit für mich.

Wenigſtens darin, mein Albert, wirſt Du mir Gerechtigkeit widerfahren laſſen, daß Du anerkennſt, daß Deine beabſichtigte Verbinduͤng mit Fräulein von Lindenberg niemals meine völlige Zuſtimmung erhielt. Ich wich vielmehr Deinen Bitten, als daß ich in eine Verbindung frei eingewilligt hätte, die unſerer Familie ſo wenig Vortheil verſprach. Ich brauche nicht zu wiederholen, daß ich die Heirath unterſage und meine Einwilligung und Zuſtimmung zu einer Heirath zurückziehe, die uns nur in den Sturz eines ſchwankenden Hauſes verwickeln kann. Albert, Du mußt alle Gedanken an Ella aufgeben.

Niemals, war die lakoniſche Antwort.

Sehr gut, Junge. Ich muß zuerſt bemerken, daß jeder weitere Briefwechſel, jeder Verkehr mit Lindenberg auf Deine Gefahr hin. geſchehen muß. Ich habe bereits dem Baron ſchriftlich unſere ver⸗ änderte beiderſeitige Lage vorgeſtellt und meine Ge⸗ fühle und Anſichten mit ſo viel Zartheit und Takt auseinander geſetzt, als die Natur der Sache zu

ließ.