Teil eines Werkes 
3. Band (1839)
Entstehung
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genoſſen. In einem Sinne muß ich Dich als mein einziges Kind betrachten. Deine künftige Laufbahn hängt von unſerer Anhänglichkeit an die Regierung ab, die Dir Schutz und Anſtellung gewährt. Die Helden⸗ worte, die Du eben ausgeſprochen, werden Dir keine Beförderung gewinnen, noch meinen Intereſſen bei Hofe Vorſchub leiſten.

Ich bekümmere mich nicht um meine Aus⸗ ſichten. Ich habe nur ein Ziel; alles Uebrige hat untergeordneten Werth, unterbrach ihn Albert.

Wenigſtens muß ich Dir Stillſchweigen ge⸗ bieten, rief der Graf.Dein Gehorſam muß in weitere Erwägung gezogen werden. Erlaube mir, Dich zu belehren, daß dieſe unbeſonnenen Bemer⸗ kungen nicht geeignet ſind, der Sache Lindenbergs zu dienen. Wenn Du gegen Deine eigenen und gegen meine Ausſichten gleichgültig biſt, ſo wirſt Du doch vielleicht ihm nicht durch unverſtändige Dar⸗ legung aufrühreriſcher Anſichten weiteren Schaden zufügen wollen. Ich kann jetzt nicht in die Gefühle eines liebesſiechen Jungen eingehen; aber ich bin nicht ſchwach oder niedrig genug, um unſere per⸗ ſönliche Wohlfahrt Deinen Chimären zu opfern, die Deine Entlaſſung aus dem Heere zur Folge haben und meinen Zweck, eine Stelle am Hofe zu erhalten,