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„Guter Gott,“ rief Albert,„was haben Sie gethan? Aber nein, Sie können uns nicht ſchaden. Unſere Treue, unſere Liebe wird über jedes Hin⸗ derniß ſiegen. Sie, mein Herr, haben es für an⸗ gemeſſen gehalten, dem Baron zu ſchreiben, und ich werde Ihrem Beiſpiel folgen. Ella iſt mein: keine Macht außer ihrem Willen kann uns trennen. Nur ihr Befehl kann meine ſüßeſten Hoffnungen ver⸗ nichten. Die Stunde des Unglücks hat geſchlagen. Lindenberg iſt verläumdet, unterdrückt und verarmt. Wird die Hand, die ſich durch die heiligſten Bande an Ella knüpfen wollte, den Pfeil der Unfreund⸗ lichkeit abdrücken? Soll ich die Bruſt verwunden, an der ich zu ruhen hoffte?“
„Ich weiß nicht, ob Du gehört haſt, daß in dieſem Lande ein Aufruhr befürchtet wird. Die Grundſätze, deren Sache Du vorhin ſo lebhaft ge⸗ führt haſt, gewinnen immer neuen Boden; die Folgen ſind bereits unzweifelhaft. Dein Regiment wird bei der erſten Kunde von Volksaufſtänden entſchieden handeln müſſen. Als Offizier und Mann von Ehre, wie ich hoffe, kannſt Du das Corps, dem Du an⸗ gehörſt, nicht verlaſſen. Ich hoffe, Du wirſt Dich in der Stunde der Gefahr auszeichnen, und welche Freiheit Du auch Deinen Gedanken geſtattet haben magſt, wenigſtens Dein Arm wird ſich ſtark zeigen
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