Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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bemerkte Ella etwas muthiger,ſie bat ja ihren Gatten!

Gatte! wiederholte Leopold,Konſtanze Ro⸗ ſenthal iſt unverheirathet.

Konſtanze? wiederholte ſie mechaniſch; eine ſchmerzliche Ahnung durchzitterte ſie.Konſtanze ſagteſt Du? Tanzteſt Du nicht mit der Gattin

Nein, unterbrach ſie Lindenberg,die Gräfin Alfred iſt jene große Dame in ſchwarzem Sammt; ſie tanzt niemals.

Die Fürſtin athmete ſchwer.Wo iſt die Gattin Alberts?

Leopold blickte ſeine Schweſter ernſthaft an, deren bleiche Wangen und bebende Lippen zu deutlich die Qualen ausſprachen, die ſie litt.

Ich fürchte, Ella, hier iſt ein Mißverſtänd⸗ niß, ſprach er ruhig.

Sprich, täuſche mich nicht länger! rief ſie, ohne ihre tiefe Aufregung verbergen zu können.

Sey ruhig, um Gotteswillen! Der Fürſt blickt auf Dich, ſagte der Bruder, augenſcheinlich in Verlegenheit.

Der Brief, den Du mir zeigteſt, ſprach ſie feſt, nenthielt die Vermählung Roſenthals. War es keine Täuſchung?

Nein, wir mißverſtanden nur die Anfangs⸗