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Sie konnte den Namen nicht ausſprechen, der einſt der ihrige hatte werden ſollen.
„Ja, ſie iſt anerkannt die Königin des Feſtes!“ rief er.„Wir hörten immer, daß ſie ſchön ſey. In dieſem Falle hat das Gerücht nicht übertrieben.“
Als er dieſe Worte ſchnell hervorgeſtoßen hatte, übergab Corſini ſeine Gattin dem Schutze ihres Bruders.
„Wann wurdeſt Du eingeführt?“ fragte Ella ſtotternd, als der Prinz ſich entfernte.
„Erſt vor wenigen Tagen. Sie wird ſehr be⸗ wundert; heute iſt ihr Triumph vollſtändig. Iſt ſie nicht ſehr lieblich?“
Ella antwortete nicht, bis die Wiederholung der Frage ihr eine widerſtrebende Bejazuns aus⸗ preßte.
„Wie kalt Du biſt, Ella! So abgemeſſen haſt Du dieſes Ja ausgeſprochen, daß man beinahe denken könnte, Du beneideſt ſie um ihre Reize,“ fuhr der Hauptmann von Lindenberg fort.„Aber Frauen ver⸗ ſtehen ſelten, oder muß man ſagen, bekennen ſelten die Schönheit einer Andern. Ich wundere mich nur, daß die Stiefmutter ſo vergnügt iſt, dieſe ſchöne Pariſerin vorſtellen zu dürfen.“
„Die junge Gräfin bedarf aber keines Beſchützers/


