Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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Glück ſelbſt iſt, doch nahe daran gränzt. Ella, die ſich vor der Sonne erhoben hatte, um die wenigen noch übrigen Stunden ihrer Freiheit im einſamen Gebet und Nachdenken hinzubringen, ſaß jetzt vor einem großen Spiegel, der ihre ganze Geſtalt zu⸗ rückſtrahlte, und ein ſchöneres Bild hatte noch nie⸗ mals ſeine glänzende Fläche geziert. Das Zimmer war mit Brautkleidern und koſtbaren Gaben jeder Art angefüllt. Eine Menge Juwelen lagen auf einem Tiſche zerſtreut; das reiche Schmuckkäſtchen, das ſie enthalten hatte, lag geöffnet zu ihren Füßen. Nichts konnte den Glanz dieſes Schmuckes übertreffen, der ſowohl den Geſchmack, als die Freigebigkeit ſeines Gebers beurkundete. Aber Ella blickte kalt darauf hin, während ein dienſtfertiges Mädchen in enthu⸗ ſiaſtiſches Lob ausbrach, indem ſie den ſchimmernden Tand auskramte und der Reihe nach aufſtellte, da⸗ mit ihre Gebieterin auswählen könnte.

Ella ergriff mechaniſch die hervorgezogenen Schmuckſachen und legte ſie ohne eine Bewegung der Freude oder des Schmerzes wieder hin; und als ſie auf die wiederholte Bitte ihrer Dienerin beinahe aufs Gerathewohl etwas herauswählte und in ihrem Haar zu befeſtigen verſuchte, ſo verſagte ihre zit ternde Hand den Dienſt und der ſtrahlende Schmuck fiel aus ihren weichen Locken auf den Fußboden

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