Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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ich wünſche ſie nur zu leiten, ſagte Lindenberg. Die Zeit wird gewiß Deine jetzigen Gefühle be⸗ ruhigen, ich habe weder den Wunſch noch die Macht, die Erinnerung zu verbannen.

Nein, dies wäre unmöglich, ſprach Ella ſeierlich;aber glauben Sie mir, theurer Vater, ſo lange ich das Andenken an ſeine Vorzüge und an jene ſchönen Bande, die jetzt gewaltſam zerriſſen ſind, werth halte, werde ich niemals die Ehre mei⸗ ner Familie bloßſtellen oder einen Flecken darauf werfen; wie mein Glück mit dem Eurigen ver⸗ ſchmolzen iſt, ſo iſt Eure Würde mit der meinigen verbunden. 1

Verfahre mild mit dem armen Albert, ſagte die Baroneſſe, während ſie ſich innig an ihre Toch⸗ ter ſchloß,vielleicht iſt er nicht im Stande, den Strom der Feindſeligkeit aufzuhalten, der ſich ebenſo gegen ihn, wie gegen uns richtet. Wir werden ſeine wahren Geſinnungen noch erfahren.

Ella blickte mit unausſprechlicher Dankbarkeit, als ihre Mutter noch einen ſchwachen Hoffnungs⸗ ſtrahl blicken ließ.

Beſorge nichts, Karoline, ſagte Lindenberg, indem er ruhig ihre Hand drückte,meine Vermitt⸗ lung wird zum mindeſten harmlos ſeyn; kein Wort

in meiner Mittheilung wird beleidigen oder verletzen.