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Ich habe bisher Alberts Charakter geachtet, und möchte ihn gerne freundlich beurtheilen und behan⸗ deln; aber die heilige Pflicht des Vaters iſt gebiete⸗ riſch, und ich muß mich ihrer gewiſſenhaft entledigen. Der Seelenfrieden, die Würde unſerer Tochter iſt zu koſtbar, als daß ſie ein Spiel der Umſtände werden dürfte. Wenn ſie auf dem Altar des Ehr⸗ geizes geopfert wird, ſo ſoll ſie wenigſtens in dem Opfer nicht erniedrigt werden. Ella,“ fuhr er fort, „hat ſtets in mir einen nachſichtigen Freund gefun⸗ den; in ihrer jetzigen Noth und Verlegenheit wird ſie einen treuen Führer, eine mitfühlende Bruſt nicht vermiſſen.“
Nach dieſen Worten ſchickte ſich Lindenberg an, folgenden Brief zu ſchreiben:
Schloß Ehrenfels 1830.
Theurer Albert!
„Ich habe Sie bisher wie meinen Sohn geliebt; im Stolze und der Neigung meines Herzens ver⸗ lobte ich mit Ihnen meine Tochter. Aber fortan, Albert, müſſen Sie unſerer veränderten Lage fremd bleiben. Ich bin gefallen und erniedrigt, wenigſtens werde ich als dies von denen betrachtet, die da glauben, der Verluſt von Macht und Rang bringe Schande. Ich bin aus dem Rathe unſeres geliebten


