theurer iſt, Deine Ehre, liegen in meiner Hand. Ich werde keine Mühe ſcheuen, und kann ich das eine nicht ſicher ſtellen, ſo darf ich wenigſtens die Sicherheit der andern nicht aufs Spiel ſetzen.“
„Wahr, ſehr wahr!“ erwiederte Ella mit dem Tone tiefer Bewegung;„die Tochter Lindenbergs darf die verſprochene Hand ihres Verlobten nicht erflehen; mein Vater, ich übergebe mich Ihrer Führung.“
„Brauche ich Dir erſt zu ſagen, mein geliebtes Kind, welch kräftigen Einfluß Deine Gefühle auf meine letzte Entſcheidung in dieſer unglücklichen Sache haben werden?“ ſagte der Baron zärtlich.„Kein Schritt ſoll geſchehen, ohne daß Du ihn zuvor er⸗ fährſt und, wie ich hoffe, billigſt. Ich werde Albert mit den ereignißvollen Veränderungen, die in unſerer Lage Statt gefunden, offen bekannt machen und ihn zugleich unſerer fortwährenden Liebe verſichern; aber ich werde ihn bitten, ja mit Beſtimmtheit verlangen, daß er die unzweideutige Einwilligung Graf Roſen⸗ thals erhalten müſſe, ehe er die Gelübde bekräftigen dürfe, von denen wir ihn jetzt gerne entbinden.“
„Sollte der Graf ſeine Einwilligung zurück⸗ halten?“ ſtotterte Ella kaum vernehmlich mit ſo leiſer Stimme, daß die Worte kaum das Ohr erreichen konnten, für das ſie beſtimmt waren.
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