Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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aber ich habe niemals ihre Feindſchaft herausge⸗ fordert.

Es war unnöthig ſie herauszufordern; wir haben hinreichende Beweiſe für ihr Vorhandenſeyn, erwiederte Lindenberg;wir haben alle Urſache, in öffentlichen, wie in Privatangelegenheiten, den ver⸗ derblichen Einfluß der Frau von Roſenthal zu ver⸗ muthen. Sie iſt dem Vernehmen nach innig ver⸗ bündet mit der politiſchen Partei, die in unſerer Ungnade einen Triumph feierte.

Aber ihr Einfluß kann ſich nicht auf Albert er⸗ ſtrecken, rief Ella eifrig,er iſt nicht ihr Sohn!

Sie iſt die Gattin ſeines Vaters, erwiederte der Baron lakoniſch.Vom erſten Beginne der Be⸗ kanntſchaft zwiſchen unſeren Familien an widerſetzte ſie ſich entſchieden Deiner Verheirathung mit ihrem Stiefſohn. Erwäge alſo, ob ihre Gründe durch un⸗ ſere jetzige Lage nicht neues Gewicht erhalten?

Unſer Kind darf es nicht geduldig erwarten, von den Eltern ihres Verlobten verworfen zu wer⸗ den, rief die Baroneſſe mit Stolz.Ella, Dein weibliches Selbſtgefühl muß erwachen und unſern Maßregeln das Wort reden; Du wirſt Dich der Entſcheidung Deines Vaters unterwerfen.

Ich werde unverzüglich an Albert ſchreiben, ſagte Lindenberg;Dein Glück, und was mir noch