Teil eines Werkes 
2. Band (1839)
Entstehung
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Ich zweifle nicht an ihm, ich kann es nicht, verſetzte Ella mit Feſtigkeit.

Auch ich zweifle nicht an Albert, wiederholte der Baron,aber ich fürchte den Einfluß Anderer.

Wenn er unſer Kind liebt, wie ein tugend haftes Mädchen geliebt zu werden verdient, ſo wird er ſich beeilen, uns an unſer Verſprechen und an ſeine Beſtändigkeit zu erinnern, verſetzte die Matrone mit ernſter Würde;handelt er nicht ſo, ſo iſt er unſerer Tochter und unſer unwürdig. Graf Roſen⸗ thal iſt von ſeinem Sohne ſehr verſchieden; dieſer iſt voll Feuer und Enthuſiasmus, die Unterſchiede in der Geſellſchaft werden von ihm faſt nicht be⸗ rückſichtigt; während jener Alles durch die verun⸗ ſtaltende Brille der öffentlichen Meinung ſieht; Alles ſchätzt er ſo, wie es von den Leidenſchaften, der Schwäche oder dem Vorurtheil der Mehrzahl ge⸗ ſchätzt wird; er iſt unfähig, beſcheidenes Verdienſt zu erkennen, oder mit gefallener Größe Mitgefühl zu haben; Erfolg iſt bei ihm der Maßſtab der Vor⸗ trefflichkeit, Glück der Probſtein der Tugend. Zu⸗ dem wird er von ſeiner Gattin geleitet oder viel⸗ mehr beherrſcht, und über ihre Geſinnungen können wir nur zu ſehr aus Erfahrung urtheilen.

Ich erkenne an, daß die Gräfin eine hoch⸗ müthige, zurückſtoßende Perſon iſt, verſetzte Ella,

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