Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

261

die ultramontane Partei ihre furchtbare Gewalt in Regierungsangelegenheiten gründete.

Die liſtigen Inſinuationen der Gräfin Roſenthal hatte der ehrgeizige und rachſüchtige Prieſter mit Lebhaftigkeit ergriffen, und die plötzlichen revolutio⸗ nären Erſchütterungen in Frankreich hatten weſentlich mitgewirkt zur Entwicklung des tief angelegten Pla⸗ nes, durch welchen der Baron geſtürzt werden ſollte. Die häufigen Beſuche und der vertrauliche Verkehr des beargwohnten Florville mit der Familie Linden⸗ berg's hatte zuerſt einen ſcheinbaren Vorwand für das Mißtrauen und die Nachſpürung dargeboten; aber bisher hatte ſich jenes als grundlos gezeigt, während dieſe fruchtlos geblieben war. Des Staats⸗ manns Betragen in öffentlichen, wie in Privat⸗ Verhältniſſen, ließ keine Mißdeutungen zu; ſeine Korreſpondenz hatte man insgeheim einer ſtrengen Unterſuchung unterworfen; jede amtliche und perſön⸗ liche Mittheilung, die er empfangen oder gegeben hatte, war auf's Genaueſte geprüft worden, aber umſonſt; der Charakter des Miniſters blieb ſtets erhaben über die Verläumdungen des Neides und der Ränke.

Das verwickelteDepartement der Regierung, dem Lindenberg vorſtand, gab ein glänzendes Zeugniß

4. von dem Eifer und der Treue, mit welcher er der