Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Beziehung auf die Beaufſichtigung des Herzogs von Reichſtadt angerathen hatte. Sein kaltes und ſtren⸗ ges Betragen gegen ſeinen Zögling war die Folge der Vorſicht und eines mißverſtandenen Pflichtgefühls gegen ſeine geiſtlichen und weltlichen Oberen. hm galt die Ausbreitung und der Zuwachs der katho⸗ liſchen Kirche als erſte Pflicht, als nächſte die Stabilität des Staates. Angekettet an gewiſſe Dogmen und Anſichten, ließ er keine andern zu, und fürchtete den ſich einſchleichenden Einfluß neuer Lehren als eine Verletzung feſtgeſetzter Re⸗ geln und Gebräuche. Die raſche Verbreitung lichtvoller und freiſinniger Begriffe war ihm be⸗ ſonders anſtößig, da er klug genug war, zu be⸗ greifen, daß jeder weitere Schritt zu intellektueller Freiheit den Intereſſen Roms zumider ſey. Er nahm den Despotismus für einen billigen Grad von Gewalt; Unwiſſenheit für willige Unterwerfung und willkür⸗ liche Beſtimmungen für weiſe Kunſt der Geſetzgebung. In Folge dieſer Anſichten haßte er Lindenberg in dop⸗ pelter Hinſicht; zuerſt wegen ſeiner Grundſätze als einen politiſchen Gegner, der Ideen von philoſo⸗ phiſcher und toleranter Tendenz hegte und ver⸗ breitete; ſodann als einen Mann, der durch ſeine Talente und ſein gewichtiges Beiſpiel geeignet war, die abergläubiſche Finſterniß zu vertreiben, auf welche