Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Auge und der Beobachtung der Menſchen entzog. Die Schwermuth ſeines Geiſtes war immer dieſelbe, hatte ſich ſogar vermehrt; aber die Aeußerung ſeines thätigen Geiſtes, zuvor der Gegenſtand beſtändiger Beſorgniß für das öſtreichiſche Kabinet, hatte ſich in hohem Grade vermindert. Die Mine war auf⸗ geflogen, und Hoffnung und Furcht war in den Ruinen begraben. Er ſtellte keine beunruhigende und nicht zu beantwortende Fragen, wie es einſt ſeine Gewohn⸗ heit geweſen; er drang nicht auf unwillkommene

Gegenſtände. Er hatte die Geſchichte ſeines Daſeyns

erfahren, und ſuchte nicht, noch weiter aus dem Kelche der Erniedrigung und Täuſchung zu trinken; denn die Belehrung, die ſein Ungeſtüm dem Baron entlockt hatte, wenn auch für ſeine Wünſche unbe⸗ friedigend, war doch für ſeine Vernunft völlig über⸗ zeugend.

Der Jeſuit verband ſtarke perſönliche Anhäng⸗ lichkeit an ſeinen königlichen Zögling mit einer Liebe zur Herrſchaft, welche die Ausübung der Gewalt häufig begleitet. Außer dieſen Anreizungen nährte er eine entſchiedene Feindſeligkeit gegen Lindenberg, deſſen mildere Grundſätze nicht mit den ſeinigen über⸗ einſtimmten. Aber es war mehr die Gewalt des Vorurtheils, als Mangel an Neigung, was ſo viele Maßregeln einer ſtrengen düſtern Politik in 47*