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Bäumen, wenn ſie einen flüchtigen Strahl von der kalten Kugel anffingen, die von Zeit zu Zeit durch weiße flockige Wolken verdeckt wurde, die eilig über ihre ſilberne Scheibe hintrieben. Es war eine Scene von erhabener und doch ſanfter Schönheit. 1 Ein ſchwacher Schimmer flimmerte trübe durch die venetianiſchen Jalouſien, welche die Fenſter vom Schlafzimmer des Herzogs von Reichſtadt umſchloſſen, denn die Lampe hatte ihr nährendes Element ver⸗ zehrt und warf nur ein zitterndes ſchwankendes Licht auf das Lager, in welchem der Prinz in fieberiſchem Schlummer lag. Verſchiedene Kleidungsſtücke, offen⸗ bar in Eile abgeworfen, lagen verwirrt umher, die reichgeſtickten Vorhänge waren zurückgeſchoben, wie wenn ihr koſtbarer Stoff dem ungeduldigen Beſitzer des Lagers läſtig geweſen wäre, der ſich zur Ruhe
gelegt hatte, ohne die gewohnten Diener anzuhalten,
die Pflichten ihres Amts zu erfüllen. Aber die wilde Unruhe der Seele des Schläfers konnte nicht ſo leicht eingeſchläfert werden. Der Beſuch Las Caſes hatte einen dauernden Eindruck auf ſeinen Geiſt zurückge⸗ laſſen. Streitende Gedanken, kühne Wünſche, ſchmerz⸗ liche Erinnerungen drangen auf den Prinzen ein in phantaſtiſcher Mannigfaltigkeit. Er wand ſich ſchmerz⸗ lich auf ſeinem Kiſſen; vergebens ſuchte er die leb⸗ haften Bilder ſeiner erhitzten Einbildungskraft zu


