Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Geſchäfte aufgehoben, und der vornehme Bewohner des Palaſtes, wie der elende Bewohner einer Hütte, unter die nnwiderſtehliche Gewalt des Schlafes gefallen, der Alle gleich macht.

Die Bewohner von Schönbrunn, durch eine große Vorſtadt von der Stadt getrennt, hatten die maſſiven Thore der kaiſerlichen Reſidenz geſchloſſen und die zahlreichen Lichter, welche ſeine prächtigen Säle erleuchteten, gelöſcht, weit früher in der Nacht, als die wachſameren Bewohner der Stadt. Die Wachen, die in verſchiedenen Theilen der Gärten aufgeſtellt waren und die mannigfaltigen Alleen und Zugänge bewachten, gingen in den ihnen angewieſe⸗ nen Zwiſchenräumen langſam auf und ab, und nur die gewöhnlichen Loſungsworte, welche in leiſen und abgemeſſenen Tönen gewechſelt wurden, unterbrachen die tieſe Stille.

Es war Mondſchein; der Palaſt ragte empor über die dichte Maſſe von Bäumen; ſeine groß⸗ artigen Verhältniſſe ſchienen noch vergrößert durch den flimmernden Glanz, der auf die hervorragend⸗ ſten Theile des Gebäudes fiel und das Uebrige in undurchdringliche Finſterniß gehüllt ließ. Rieſenhafte Schatten warfen eine verdoppelte Düſterheit umher, während in der Ferne phantaſtiſche Geſtalten zu ſchimmern ſchienen unter den boben äſtereichen