Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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bei Seite, erhob ſich von ſeiner halbliegenden Stellung auf dem Sopha, näherte ſich dem Fenſter, zog das reine Neſſeltuch, von welchem es bedeckt war, zurück, und blickte in die Landſchaft hinaus. Stets in Knechtſchaft! rief er;ſelbſt die Luft des Himmels iſt mir verſagt. Während er dies ſprach, öffnete er mit einer Anſtrengung, die ſeinen ſchwachen Gliedern ungewohnt war, den Fenſter⸗ flügel. Eine friſche Luft ſtrich vorüber und kühlte ſeine glühende Stirne; aber als ſie in unſichtbarem Zuge hinſäuſelte durch die majeſtätiſchen Bäume, welche die umfangreichen Gärten unten zierten, fielen einige welke Blätter rauſchend auf den Boden.

Schon! rief er im Selbſtgeſpräche.Schon? Iſt doch das grüne Kleid des Sommers noch nicht dem düſteren Gewande des Herbſtes gewichen? Es iſt frühe, zu frühe für das Laub zu verwelken; noch vor kurzer Zeit beobachtete ich die zarten Knospen, die in kräftiger Ueppigkeit ſich öffneten. Es iſt in der That bald für ſie zu ſchwinden. Allzufrühe Vernichtung hat jene Blätter gefällt; aber unſere Wälder werden ſich wieder in friſches Grün klei⸗ den, ein neuer Frühling, und die biegſamen Zweige

werden ſich wieder beugen unter der duftenden Laſt

friſch geöffneter Blüthen, aber der Menſch hat keinen zweiten Frühling hier! Muß ich das