Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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232 S⸗

Vierzehntes Kapitel.

Leb' wohl, mein Herr, mein König, Freund! Nie härmt' ich mich zuvor; Nie lag mit Fleh'n, wie jetzt zum Feind, Ich vor des Herrſchers Ohr! Laßt mich theilen, dies allein Bitt' ich, was dem Helden droht, Daß ich mit ihm im Verein Trage Fall, Verbannung und Tod. Lord Byron. Endlich bin ich allein, rief der Herzog von Reichſtadt mit einem Ausdruck melancholiſcher Zu⸗ friedenheit, während er ſich mechaniſch über die Blätter des Buches hinkehrte, das er von ſeinem geiſtlichen Aufſeher erhalten hatte.Aber ich hätte gewünſcht, Lindenberg bliebe noch bei mir. Ich liebe ſein verſtändiges Geſpräch: es beſänftigt meinen aufgeregten Geiſt und lehrt mich Ergebung. Während der Prinz dieſe Worte ausſprach, be⸗ gann er zu leſen und durchflog wenige Seiten des Buches, das er in der Hand hielt; aber ſeine Auf⸗ merkſamkeit konnte durch die ſchwülſtigſten Ermah⸗ nungen und oft wiederholten Lehrſprüche, die deſſen gelehrten Inhalt bildeten, nicht gefeſſelt werden. Er legte es endlich mit unverhehltem Widerwillen