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Glocke berührend, dem dienſthabenden Pagen läutete, deſſen Pflicht es war, das königliche Zimmer zu bedienen.
Eine Lampe von ausgezeichneter Arbeit wurde in die Mitte des Zimmers geſtellt, in welchem ſie einen Strom milden Lichts verbreitete, das die ſchwäch⸗ lichſte Organiſation nicht verletzen konnte.
Durchſichtige Vorhänge vom feinſten Gewebe wurden ſorgſam über die geſchloſſenen Fenſter ge⸗ zogen und jede Vorſicht angewendet, um die äußere Luft abzuhalten, die man für ſchädlich für den Kranken hielt.
„Gute Nacht, mein Sohn! Gott ſey mit Ihnen!“ ſagte Vater Klemens, nachdem er das ge⸗ wöhnliche Benedieite geſprochen, welchem der Her⸗ zog von Reichſtadt durch eine ſtumme aber ehrerbie⸗ tige Verbeugung antwortete.
Der Jeſuit wendete ſich hierauf langſam gegen ſeine Begleiter, durch eine entſchiedene Gebärde, die keinen Widerſpruch zuließ, anzeigend, daß es Zeit ſey zu gehen. Einer nach dem andern küßte die abgezehrte Hand, die ihnen hingeboten wurde, und mit einer tiefen Verbeugung zogen ſich der Staatsmann, der Prieſter und der Arzt für dieſe Nacht zurück.


