Hoheit, ſich Bewegung zu machen, was durch die ſitzenden Beſchäftigungen den ganzen Tag über ſo nöthig geworden ſei. 4
„Nein, ich ziehe Ruhe vor,“ verſetzte der Jüng⸗
ling,„und Ihre Unterhaltung hat mich angezogen.
Ich wünſche den Palaſt nicht zu verlaſſen.“
„Veränderung iſt Ihnen anempfohlen, mein Prinz,“ ſagte der Jeſuit;„ Sie ſind zu lange ein⸗ geſchloſſen geweſen; laſſen Sie ſich überreden, ſpa⸗ zieren zu gehen oder zu reiten.“
„Veränderung, ja, Veränderung mag wohl⸗ thätig ſeyn, ich erkenne es an,“ antwortete Reich⸗ ſtadt;„aber die regelmäßigen Gärten, abgemeſſenen Spaziergänge und engen Alleen von Schönbrunn gewähren in ihrer verhaßten Einförmigkeit keine
Veränderung.“ „Wenn Eure Hoheit wählen wollten,“ ſagte
der Arzt ehrfurchtsvoll. 3 4
„Sprechen Sie, gnädiger Herr, Sie haben nur Ihre Wünſche auszudrücken,“ verſetzte der Beicht⸗ vater milde.
„Meine Wünſche!“ wiederholte der Herzog,
„ſey es ſo; Dank für Ihre gütige Aufmerkſamkeit! Aber ich bin nicht in der Stimmung, den Palaſt zu weerlaſſen.“„
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